Argumentationstraining gegen Stammtischparolen
Stammtischparolen sind bekannt und markant. Stammtischparolen sind nicht per se rechtsextremistische Meinungsäußerungen. Sie sind eingängig, und jeder kann etwas mit ihnen anfangen. Entsprechend schwer ist es oft, richtig darauf zu reagieren. In unserem zweitägigen Training werden wir mit dem Argumentationstrichter (neu entwickelte Methode, Stammtischparolen zu begegnen) eine Möglichkeit der Reaktion kennen lernen und ausgiebig erproben. Gedacht ist das Seminar für Ehren- und Hauptamtliche in der Jugendarbeit. Anmeldung bei Hannes Schwankner.
In Kooperation mit der Petra-Kelly-Stiftung - bayerisches Bildungswerk für Demokratie und Ökologie in der Heinrich-Böll-Stiftung e.V.

Argumentationstraining gegen Rechtsradikalismus
Im Rahmen des Jahres gegen Rechts veranstaltete die Jugendpflege Burghausen in Kooperation mit der Petra-Kelly-Stiftung - bayerisches Bildungswerk für Demokratie und Ökologie in der Heinrich-Böll-Stiftung e.V. am 12. und 13. September jeweils von 9 bis 17 Uhr ein Argumentationstraining gegen Stammtischparolen; Parolen, die den Rahmen der demokratischen Grundordnung sprengen.
Unter der Leitung der Trainerin für Kommunikation und Personalführung Helga Zimmermann aus Heidelberg lernten jugendliche Ehrenamtliche der Jugendpflege und Mitglieder der „Bunten Aktion“, wie man mit Stammtischparolen richtig umgeht und vor allem, wie man sie am wirkungsvollsten entkräften kann. Diese meist wahnwitzigen Parolen wirken höchst manipulativ auf ihre Zuhörer, lassen sich jedoch mit der richtigen Kommunikations- und Argumentationstechnik leicht widerlegen, denn Parolen sind meist nicht begründete Behauptungen, verstricken sich in Widersprüche oder vergleichen Apfel mit Birnen.
Frau Zimmermann, die in diesem Bereich sehr viel Erfahrung hat und das Konzept des „Argumentationstrichters“ begründet hat, brachte den Teilnehmern theoretisches Grundwissen des Argumentierens näher, setzte aber hauptsächlich auf die Praxis und so wurde versucht mit Hilfe von Videokamera und TV-Gerät, (beides freundlicherweise von der Firma Euronics zur Verfügung gestellt) möglichst viele lebensnahe Situationen herzustellen, auszuprobieren und auszuwerten. Hierbei wurde in Rollenspielen geübt, wie man Parolen richtig außer Kraft setzt. Ein Teilnehmer stellte den Rechtsradikalen dar und setzte Parolen in den Raum, der jeweilige Partner versuchte diese Parole mit möglichst logischen und selbsterklärenden Argumenten zu entkräften.
Zum Ende des Trainings erklärte Frau Zimmermann noch die Technik des Spiegelns. Ziel hierbei ist, aufzudecken, was zwischen den Zeilen vom Gegenüber gesagt wird, wenn das Gespräch nicht mehr Vorwärts geht um so eine Wende des Gesprächs herbeizuführen oder gegebenenfalls, wenn der Gegenüber weiterhin mauert das Gespräch zu beenden.
Als Fazit dieses äußerst lehrreichen Wochenendes nahmen die Teilnehmer viel Wissen mit, über die Kunst des Argumentierens, sowie über den adäquaten Umgang mit Rechtsradikalismus
Argumentationstraining gegen Stammtischparolen
Was?
Lernen wie man antidemokratischen und rechtsextremen Parolen begegnen kann.
Wann?
Samstag und Sonntag, 12. und 13. September
jeweils 09:00 – 17:00 Uhr
Wo?
Bürgerhaus Burghausen
Wer?
Interessierte Jugendliche und junge Erwachsene
Referentin
Frau Helga Zimmermann
Trainerin für Kommunikation und Personalführung
Begrenzte Teilnehmerzahl!
Anmeldung bei: Jugendpflege Burghausen
Tel. 08677 878927 / www.jugend-burghausen.de
Mit finanzieller Unterstützung der Petra-Kelly-Stiftung – bayerisches Bildungswerk für Demokratie und Ökologie in der Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
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